Einführung
Worum geht es in ‘Das Wunder’? In der Mitte des 19. Jahrhunderts in Irland behauptet ein junges Mädchen namens Anna, monatelang ohne Nahrung überlebt zu haben. Eine englische Krankenschwester, Lib Wright, wird herbeigerufen, um zu ermitteln. Was sich entfaltet, ist ein packendes psychologisches Rätsel, das Themen wie Glauben, Skepsis und den Konflikt der Kulturen in einem kleinen Dorf miteinander verwebt.
Buchdetails
- Titel: ‘Das Wunder’
- Autor: Emma Donoghue
- Veröffentlicht: 20. September 2016
- Seiten: 291
- Genres: Historische Fiktion, Mystery
- Durchschnittliche Bewertung: 3.64 (87.569 Bewertungen)
- Verfügbar auf: Kindle Unlimited
Zusammenfassung von ‘Das Wunder’
Die Bühne bereiten: Irland 1859
Im Herzen der irischen Midlands entfaltet sich 1859 ein kurioses Szenario. Die elfjährige Anna O’Donnell zieht die Aufmerksamkeit auf sich, als Gerüchte verbreitet werden, dass sie vier Monate lang ohne Nahrung überlebt hat. Die Dorfbevölkerung und Touristen strömen zusammen, um dieses erstaunliche Phänomen zu erleben. Die Einwohner sind hin- und hergerissen zwischen Glauben und Skepsis. Ist Anna wirklich ein Wunderkind, das von “Mana vom Himmel” lebt, oder gibt es eine sinistere Erklärung? Der gläubige Fanatismus der O’Donnell-Familie schürt Spekulationen und Intrigen.
Lib Wright, eine erfahrene englische Krankenschwester, die von Florence Nightingale ausgebildet wurde, erhält einen dringenden Auftrag. Sie kommt in das kleine, triste Dorf, um zu untersuchen. Ihre Aufgabe besteht darin, Anna rund um die Uhr zu beobachten, zusammen mit einer lokalen Nonne, Schwester Michael. Lib ist entschlossen, die Wahrheit hinter Annas angeblichem Wunder zu enthüllen. Skepsis leitet ihr Handeln, während sie sich auf zwei Wochen der Beobachtung vorbereitet.
Trotz ihrer Ausbildung steht Lib vor Herausforderungen, die über den Rahmen ihrer Pflichten hinausgehen. Die Aberglauben und tief verwurzelten religiösen Überzeugungen unter den Dorfbewohnern komplizieren ihre Mission. Die bedrückende Atmosphäre vermittelt ein Gefühl von Gefahr, wo Glaube mit Logik in Konflikt steht. Die Zeit beugt sich in dieser ländlichen Umgebung, verloren in den Echos von Geschichte und Tradition.
Das sich entfaltende Geheimnis
Libs Beobachtungen führen sie in ein Netz aus familiärer Liebe, Täuschung und Verzweiflung. Zunächst glaubt sie, dass Annas scheinbares Fasten ein elaborierter Schwindel ist, den ihre Familie inszeniert, um Ruhm und Reichtum zu erlangen. Die Dorfbewohner verehren Anna, während Lib heimlich Notizen kritzelt, um nach Anzeichen von Nahrung zu suchen. Wie könnte ein Kind mit nicht mehr als ein paar Teelöffeln Wasser auskommen?
Mit der Zeit entwickelt Lib eine Bindung zu Anna, die ihre Suche kompliziert. Das stark gläubige Mädchen zieht Kraft aus ihren festen Überzeugungen. Lib hinterfragt ihre Motive und die Absichten der O’Donnell-Familie. Das Zusammenspiel von Glauben und psychologischer Spannung erhöht das Risiko. Jeder Moment, den sie mit Anna verbringt, offenbart mehr von ihrer rätselhaften Persönlichkeit.
Der lokale Arzt, McBrearty, weist Libs medizinische Expertise zurück, was eine Reflexion der gesellschaftlichen Normen bezüglich der Rolle der Frauen darstellt. Lib kämpft mit ihrer wachsenden Zuneigung zu Anna und der Pflicht, einen Betrug aufzudecken. Fragen schwirren in ihrem Kopf: Ist Anna wirklich ein Opfer oder ein williger Teilnehmer in diesem Drama? Diese Verbindung droht, ihr Urteil zu trüben, während sich die Untersuchung entfaltet.
Der Kampf zwischen Glauben und Wissenschaft
Göttlicher Glaube prallt gegen rationales Denken, während die Erzählung fortschreitet. Die Dorfbewohner, angeheizt von religiösem Eifer, sind resistent gegenüber Libs Skepsis. Sie halten an der Idee eines Wunders fest und sind bereit, Beweise zugunsten des Glaubens zu ignorieren. Libs Kämpfe mit ihren Überzeugungen werfen faszinierende ethische Dilemmas auf. Sie ringt mit den Grenzen der Wissenschaft angesichts des unerschütterlichen Glaubens.
Annas sich verschlechternde Gesundheit stellt Lib vor eine moralische Krise. Als die zweiwöchige Frist näher rückt, steht Lib an der Kippe des Handelns. Wird sie ihre Pflicht gegenüber ihrem Beruf oder ihre wachsende Zuneigung zum Kind priorisieren? Während die Tage in spannungsgeladene Nächte übergehen, beginnen die Geheimnisse der Familie ans Licht zu kommen. Die Atmosphäre verdichtet sich mit einem unheimlichen Gefühl bevorstehender Tragödie.
Lib muss sich ihren Vorurteilen und Vorurteilen stellen, während die Grenzen zwischen Wahrheit und Täuschung verschwommen sind. Sie führt Gespräche mit William Byrne, einem skeptischen Journalisten, der eine weitere Dimension in das sich entfaltende Drama bringt. Sie hinterfragen die Ethik des Glaubens und die Grenzen, die Einzelne bereit sind zu überschreiten, um ihre Überzeugungen aufrechtzuerhalten. Libs Entdeckungsreise offenbart ihre miteinander verflochtenen Schicksale und drängt sie zu sichereren Schlussfolgerungen.
Schockwellen und Offenbarung
Der Höhepunkt der Geschichte schlägt wie ein Donnerschlag ein, während Entdeckungen die Geheimnisse aufdecken. Als Annas Gesundheit schwindet, wird die Wahrheit über ihr Fasten zunehmend schrecklich. Lib ist gezwungen, das Unvorstellbare zu konfrontieren: die Tiefen menschlicher Verzweiflung und blinden Glaubens. Der Kontrast zwischen Annas Situation und den Werten, die Lib eingetrichtert wurden, erzeugt Spannung und ethische Kontroversen.
Das Ende entwirrt eine schockierende Wendung, die die Leser zwingt, ihr Verständnis von Glauben und Menschlichkeit neu zu bewerten. Die Auflösung untersucht die Extreme der Hingabe und die erschreckenden Konsequenzen fehlgeleiteten Glaubens. Annas Schicksal, verflochten mit der Geschichte und den Komplexitäten des Dorfes, zeigt eine kathartische, wenn auch beunruhigende Realität.
Ermutigt durch die Stärke, die in Beziehungen und Überzeugungen gefunden wird, geht Lib verändert hervor. Die Bindung, die sie mit Anna geknüpft hat, treibt sie dazu an, ihre eigene Geschichte zu konfrontieren. Das Ende resoniert mit hoffnungsvoller Ungewissheit und beweist, dass die Wahrheit oft im Schatten des Glaubens liegt. Die komplexen Schichten der Charakterentwicklung schaffen ein eindringliches Erlebnis, das nachhallt.
Eine zum Nachdenken anregende Erkundung
Emma Donoghues ‘Das Wunder’ verknüpft meisterhaft die Themen Glauben, Skepsis und Ethik. Durch eine reichhaltige Charakterentwicklung zeigt der Roman die harten Realitäten des 19. Jahrhunderts in Irland. Die Erzählung dient als Fenster in die Konflikte von Religion und Wissenschaft und hallt historische Empfindungen wider.
Leser werden in den nuancierten Kampf zwischen Pflicht und Mitgefühl hineingezogen, der sie zwingt, ihre eigenen Überzeugungen zu hinterfragen. Donoghues Prosa fängt die Atmosphäre ein und taucht die Leser in eine emotionale Landschaft. Die philosophischen Fragestellungen, die im Plot eingebettet sind, hinterlassen einen bleibenden Eindruck.
‘Das Wunder’ überwindet die Grenzen von Zeit und Glauben und schafft Verbindungen, die zum Nachdenken anregen, lange nachdem die letzte Seite umgeblättert wurde. Es erweist sich als unvergesslicher Beitrag zum Genre der historischen Fiktion. Bereiten Sie sich darauf vor, mit moralischen Fragen zu ringen, inmitten einer reichhaltig strukturierten Erzählung, die Perspektiven herausfordert. Diese fesselnde Geschichte bleibt bestehen und veranschaulicht die Fragilität sowohl des Glaubens als auch des Lebens selbst.
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Zitate
- „Ein Fasten war kein schnelles Fasten; es war das langsamste, was es gab. Fasten bedeutete, eine Tür fest zu schließen, fest. Eine Festigkeit, eine Festung. Fasten war, an der Leere festzuhalten, immer wieder Nein zu sagen.“―Emma Donoghue,’Das Wunder’
- „Wie konnte das Kind nicht nur den Hunger, sondern auch die Langeweile ertragen? Der Rest der Menschheit teilte die Tage durch Mahlzeiten, erkannte Lib – als Belohnung, als Unterhaltung, das Ticken einer inneren Uhr. Für Anna musste jeder Tag in dieser Wache wie ein endloser Moment verstreichen.“―Emma Donoghue,’Das Wunder’
- „Ihr Körper – jeder Körper ist ein Wunder. Ein Wunder der Schöpfung. […] Am Tag, an dem du deine Augen zum ersten Mal geöffnet hast, Anna, hat Gott nur eines verlangt: dass du lebst.“―Emma Donoghue,’Das Wunder’
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Charaktere
- Lib Wright: Eine von Florence Nightingale ausgebildete Krankenschwester, skeptisch und entschlossen, die Wahrheit hinter Annas wundersamen Behauptungen aufzudecken.
- Anna O’Donnell: Das elfjährige Mädchen im Mittelpunkt der Geschichte, das behauptet, von „Mana vom Himmel“ zu leben.
- Dr. McBrearty: Der lokale Arzt, der sich auf die Seite der Familie O’Donnell stellt und an Annas wundersamen Zustand glaubt.
- Schwester Michael: Eine Nonne und Mitkrankenschwester, die Lib bei der Überwachung von Anna unterstützt und tief in den lokalen Glauben verwurzelt ist.
- William Byrne: Ein Journalist, der kommt, um die Wahrheit über Annas Geschichte aufzudecken und eng mit Lib interagiert.
Wichtige Erkenntnisse
- Psychologische Spannung: Die Geschichte erforscht den Konflikt zwischen Glauben und Vernunft durch Libs Ermittlungen.
- Umgebung als Charakter: Die feuchte irische Midlands verleihen den Themen Isolation und Glauben Tiefe.
- Religiöse Untertöne: Fragen über Glauben, Wahrheit und Manipulation in einer von Aberglauben geprägten Gesellschaft werden aufgeworfen.
Spoiler
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