Einführung
Wovon handelt „Überall auf der Erde“? In einer nahen Zukunft ist Japan verschwunden, und eine blühende, jedoch verstreute Diaspora bleibt zurück. Hiruko, eine Klima-Flüchtling, unterrichtet Kinder in Dänemark, während sie nach jemandem sucht, der fließend ihre Muttersprache spricht. Auf ihrer Reise durch Europa versammelt sie eine skurrile Gruppe von Begleitern, während sie die Komplexität von Identität, Kommunikation und Zugehörigkeit erkundet.
Buchdetails
Titel: Überall auf der Erde
Autor: Yōko Tawada
Übersetzer: Margaret Mitsutani
Seiten: 256
Erstveröffentlicht: 26. April 2018
Genres: Fiktion, Dystopie, Japanische Literatur, Science Fiction
Zusammenfassung von „Überall auf der Erde“ von Yōko Tawada
Die Szenerie festlegen
In einer nicht so fernen Zukunft existiert Japan nicht mehr. Seine Erinnerung bleibt lediglich als „das Land des Sushi“ zurück. Hiruko, eine ehemalige Bürgerin Japans, lebt als Klima-Flüchtling. Jetzt in Dänemark wohnhaft, unterrichtet sie Kinder von Einwanderern. Um mit ihrem Verlust umzugehen, erfindet sie eine Sprache namens Panska. Wie sie es beschreibt: „hausgemachte Sprache, kein Land, in dem man bleiben kann.“ Hirukos Suche ist es, jemanden zu finden, der ihre Muttersprach spricht. Auf dem Weg trifft sie zahlreiche neue Freunde.
Charaktere und Verbindungen
Hirukos Begleiter werden zum Herzen der Erzählung. Die Gruppe umfasst Knut, einen Linguistikstudenten, der von Panska fasziniert ist. Da ist auch Akash, eine indische Transfrau, die ihre Identität navigiert. Nanook, ein Eskimo aus Grönland, tritt als Sushi-Koch auf. Nora, eine deutsche Kuratorin aus Trier, kompliziert ihre Dynamik. Jeder Charakter fügt Hirukos Reise Tiefe hinzu.
Die Mutter von Knut spielt eine entscheidende Rolle. Sie will junge Menschen aus Dänemarks ehemaligen Kolonien retten. Die entwickelnden Beziehungen bilden ein komplexes Netzwerk, das die gesellschaftlichen Herausforderungen von heute reflektiert. Jeder Charakter trägt zu einem reichen Diskurs über Sprache, Identität und Zugehörigkeit bei.
Thematische Untertöne
Der Roman behandelt auf eindringliche Weise Themen wie Kommunikation, Identität und kulturelle Verschmelzung. Hirukos Panska spiegelt ihre Kämpfe und das Verlangen nach Verbindung wider. Sie verkörpert eine Mischung aus skandinavischen Sprachen und hebt die flüchtige Natur der Identität hervor. Während ihrer Reisen erlebt die Gruppe verschiedene Vorfälle, die den Nationalismus herausfordern. Schwere Themen des Umweltschutzes schwingen während ihrer Reise mit.
Die Charaktere kämpfen mit ihren Identitäten, die durch ihre Interaktionen veranschaulicht werden. Akashs Erfahrung mit falscher Geschlechtszuordnung wirft bedeutende Fragen auf. Im Verlauf der Erzählung kämpfen die Charaktere mit rassistischen und kulturellen Wahrnehmungen. Die Vorstellung von Heimat verändert sich mit ihren Erfahrungen und betont die Fluidität der Identität. Sprache dient sowohl als Barriere als auch als Brücke zwischen den Reisenden.
Eine skurrile Quest
Ihre Reisen führen sie von Dänemark nach Frankreich und dann nach Stockholm. Sie stolpern über skurrile Begegnungen wie einen Umami-Kochwettbewerb. Ein toter Wal wird ein Symbol für Verlust und Nostalgie. Interaktionen mit verschiedenen Persönlichkeiten, darunter ein Ultranationalist namens Breivik, addieren Spannung zur Erzählung. Durch absurde Situationen unterstreicht Humor die Geschichte trotz der schweren Themen.
An einem Punkt stehen sie der Realität nationalistische Ideologien gegenüber. Hirukos Sehnsucht nach ihrer Heimat steht oft im krassen Gegensatz zum umgebenden sozialpolitischen Klima. Sie suchen nach Susanoo, einer Figur, von der man sagt, dass sie Hirukos ursprüngliche Sprache spricht. Die Quest ist sowohl wörtlich als auch metaphorisch, eine Suche nach Verbindung inmitten der Zersplitterung.
Sprache und Identität
Sprache wird zum pulsierenden Herzen des Romans. Tawadas erfinderischer Ansatz zeigt die Fluidität in der Kommunikation. Hirukos Panska überschreitet konventionelle sprachliche Grenzen und verkörpert geteilte Erfahrungen. Die Stimmen der Charaktere unterstreichen unterschiedliche Perspektiven auf Kultur und Identität. Jedes Kapitel bietet Einblicke in ihre Geschichten und Motivationen.
Letztendlich können Leser über die Auswirkungen von Sprache auf Erfahrungen nachdenken. Hirukos Wandel von Verzweiflung zu Hoffnung zeigt Widerstandsfähigkeit gegen kulturelle Auslöschung. Die Schnittstelle von Humor, Identität und Sprache erweitert die Anziehungskraft des Romans. Dieses erste Buch in der Trilogie bereitet die Bühne für eine lebendige Erkundung in zukünftigen Teilen. Die Themen Verbindung und Anpassung in einer chaotischen Zeit resonieren tief und laden die Leser ein, lange nach dem Schließen des Buches nachzudenken.
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Alternative Buchcover

Zitate
- “Die Leute sagen immer, die Geisteswissenschaften seien tot, also ist es seltsam, wie viele Konferenzen es gibt.” — Yōko Tawada, Überall auf der Erde
- “Dieses Wort natsukashii schien aus Nebel gemacht zu sein, ein Nebel, durch den ich mit wackeligen Schritten wanderte.” — Yōko Tawada, Überall auf der Erde
- “Nach und nach begann ich, Hiruko zu mögen, was mich überraschte. „Und bist du buddhistisch?“ fragte ich sie. „Nein, ich bin nicht buddhistisch. Ich bin Linguistin.“ „Ist das eine Religion?“ „Nicht wirklich, aber Sprachen können Menschen glücklich machen und ihnen zeigen, was über den Tod hinausgeht.“ — Yōko Tawada, Überall auf der Erde
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Charaktere
- Hiruko: Eine ehemalige japanische Staatsbürgerin und Klima-Flüchtling, sie erschafft die Panska-Sprache, um in Dänemark zu kommunizieren, während sie nach ihren Wurzeln sucht.
- Knut: Ein dänischer Linguist, der von Panska fasziniert ist und als unvollkommener Führer in Hirukos Reise dient.
- Akash: Eine indische Transfrau, die ihre Identität navigiert und sich gesellschaftlichen Vorurteilen und Missverständnissen gegenübersieht.
- Nora: Eine Kuratorin aus Deutschland, die mit ihrem Erbe kämpft und sich in Hirukos Suche verstrickt.
- Tenzo: Ein grönländischer Sushi-Koch mit einer komplexen Vergangenheit, der vorgibt, Japaner zu sein, was zu lustigen Missverständnissen führt.
Wichtigste Erkenntnisse
- Sprache als Identität: Die Schaffung von Panska spiegelt die fließende Natur der Identität in einer globalisierten Welt wider.
- Folgen des Klimawandels: Japans Verschwinden dient als Hintergrund für Diskussionen über Umweltschutz und Vertreibung.
- Multikulturelle Dynamik: Die unterschiedlichen Hintergründe der Charaktere erkunden, wie verwobene Identitäten menschliche Erfahrungen formen.
- Orale Traditionen vs. Schriftliche Worte: Tawada betont die Unmittelbarkeit des gesprochenen Wortes im Vergleich zu schriftlichen Einschränkungen.
- Zwischenmenschliche Verbindungen: Die Bindungen zwischen den Charakteren heben eine gemeinsame Suche nach Zugehörigkeit und Verständnis hervor.
Spoiler
FAQs zu „Überall auf der Erde“
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Welche Themen behandelt das Buch?
Es behandelt Themen wie Identität, Sprache, Klimawandel und die Komplexität der Globalisierung.
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Ist das Buch Teil einer Serie?
Ja, es ist der erste Teil einer Trilogie.
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Wie ist die Erzählstruktur aufgebaut?
Das Buch enthält wechselnde Perspektiven von mehreren Charakteren.
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Was ist Panska?
Panska ist eine hausgemachte Sprache, die von Hiruko erfunden wurde, um die Kommunikation in ihrem neuen Leben zu erleichtern.
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Wer ist das beabsichtigte Publikum?
Der Roman spricht Leser an, die sich für linguistische Erkundungen, Identitätsthemen und spekulative Fiktion interessieren.
Bewertungen
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Über den Autor
Yōko Tawada ist eine bekannte japanische Autorin, die in Berlin lebt. Sie schreibt sowohl auf Japanisch als auch auf Deutsch und ihre Werke behandeln Themen wie Identität und Sprache. Sie hat mehrere prestigeträchtige Auszeichnungen für ihre Beiträge zur Literatur gewonnen.
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Fazit
Wir hoffen, dass Sie diese Zusammenfassung von „Überall auf der Erde“ ansprechend fanden. Zusammenfassungen sind nur der Anfang, ähnlich wie Trailer für Filme. Wenn Ihnen gefällt, was Sie gelesen haben, verspricht das vollständige Buch noch reichhaltigere Erzählungen. Bereit für mehr? Hier ist der Link, um „Überall auf der Erde“ zu kaufen.
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